Wie stark profitieren Kommunen finanziell vom Ausbau Erneuerbarer Energien und welche wirtschaftlichen Potenziale ergeben sich daraus? Die vorliegende Studie, erstellt im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und in Zusammenarbeit mit dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und IW Consult, zeigt: Der Ausbau Erneuerbarer Energien ist weit mehr als Klimaschutz. Er stärkt die regionale Wirtschaft, stabilisiert kommunale Finanzen und erhöht die Resilienz von Regionen.
Analysen zu kommunalen Steuereinnahmen, lokalen Beschäftigungseinkommen und Gewinnen regionaler Unternehmen belegen, dass ein erheblicher Teil der Wertschöpfung Erneuerbarer Energien direkt in den Standortregionen verbleibt. Besonders ländliche und dünn besiedelte Räume profitieren so durch neue wirtschaftliche Perspektiven und zusätzliche Investitionen in Infrastruktur und Daseinsvorsorge. Damit kann der Ausbau Erneuerbarer Energien ein entscheidender Hebel für gleichwertige Lebensverhältnisse sein.
Die untersuchten Kommunen befinden sich allesamt im ländlichen Raum und strukturschwachen Gebieten. Sie teilen Herausforderungen, die vielfach vertraut klingen: Fehlende wirtschaftliche Perspektiven, Abwanderung vor allem junger Menschen und eine schrumpfende Bevölkerungszahl. Dem gegenüber erkannten die Verantwortlichen vor Ort, dass der Ausbau der Erneuerbaren eine Chance für ihre Gemeinde sein kann.
Michael Knape, Bürgermeister der Beispielgemeinde Treuenbrietzen in Brandenburg, bringt es auf den Punkt: »Wir waren pleite als Kommune. Was wir hatten und haben, ist halt ganz viel Fläche, wenig Einwohner und relativ viel Wind.«
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien hat in den Beispielgemeinden eine positive Entwicklung angestoßen. Die Kommunen und viele Bewohner:innen profitieren finanziell von der Energieerzeugung. Dies hat zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts und einer positiven Entwicklung der regionalen Wirtschaft beigetragen. Mehr Geld verbleibt in den Regionen, was zu verbesserten Lebensverhältnissen geführt hat. Darüber hinaus konnte die Abwanderung gebremst und die Bevölkerungsentwicklung stabilisiert werden.
Zur Studie »Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien«