Bertelsmann-Stiftung – Kommunaler Finanzreport 2026

Flächendeckend steigen Defizite und Verschuldungen, bei Investitionen und freiwilligen Aufgaben wird gespart - die kommunale Handlungsfähigkeit ist akut gefährdet. Der Finanzreport 2026 nimmt die Ursachen in den Blick.

Die Untersuchung des Haushaltsjahres 2025 zeigt: Der Einbruch von 2024 war keine Ausnahme, sondern der Beginn einer neuen – und beunruhigenden – Normalität. Das Rekorddefizit des Jahres 2024 wurde im Jahr 2025 mit nun 32 Millionen Euro nochmals überboten.

Die hohe Dynamik der Ausgaben durch den weitgehend von Bund- und Landesrecht vorgegebenen Aufgabenkatalog trifft auf eine schwache wirtschaftliche Entwicklung. Und gerade die kommunalen Einnahmen, allen voran die Gewerbesteuer, sind stark von der Konjunktur abhängig.

Als wesentliche Sofortmaßnahme sehen die Autor:innen des »Finanzreports 2026« die Erhöhung des kommunalen Anteils an der Umsatzsteuer durch den Bund und die Länder. Zusätzlich sollte die Finanzmasse im kommunalen Finanzausgleich zugunsten der Kommunen vergrößert werden.

Aber auch in dieser Untersuchung lautet das Fazit der Studie, dass eine dauerhafte Lösung grundsätzliche Strukturreformen erfordert. »Die Aufgabenverteilung zwischen Bund, Ländern und Kommunen muss neu geordnet werden. Der Grundsatz ‘Wer bestellt, muss zahlen’ muss konsequent umgesetzt werden«, betont Martin Junkernheinrich, Leiter des Expertenrates. 

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