IW – Wie gut ist meine Gemeinde versorgt?

Das Institut der deutschen Wirtschaft hat im Auftrag der Philipp Morris GmbH ermittelt und verglichen, wie die knapp 11.000 deutschen Städte und Gemeinden in der Daseinsvorsorge abschneiden.

Alle 10.817 Städte und Gemeinden Deutschlands wurden anhand von 17 Indikatoren in den fünf Bereichen Bildung, Gesundheit, Mobilität, Digital und Freizeit untersucht. Hinzu kommt eine repräsentativ quotierte Befragung von 5.455 Personen.

Im Ergebnis zeigt sich ein mosaikartiges Bild: Wenngleich es auch gut versorgte Landgemeinden im Umfeld der Metropolen gibt, sind die zu erwartenden Unterschiede zwischen Stadt und Land im breiten Maßstab objektiv vorhanden und nachweisbar. Jedoch trägt das sonst häufig wahrnehmbare Ost-West-Gefälle nur bedingt. Ist der Osten aufgrund der ländlichen Prägung zwar vielerorts schlechter versorgt, weisen die ostdeutschen Städte dennoch bessere Versorgungslagen auf als ihre westdeutschen Pendants. 

Dort, wo eine objektiv gute Versorgungslage herrscht, ist auch die Zufriedenheit mit der Qualität der Daseinsvorsorge größer. Auffällig ist aber dennoch, dass die subjektive Bewertung von den Einstellungen und Haltungen des Individuums abhängig ist. Anhänger:innen von Rechtsaußen-Parteien nehmen die Leistungsfähigkeit der Daseinsvorsorge gemeinhin deutlich kritischerr wahr – im Vergleich zu anderen Parteipräferenzen als auch  im Vergleich zu den objektiven individuellen und räumlichen Lebensumständen. Kurzum: Es gibt einen beträchtlichen Teil von Menschen, die die Versorgung mit den Gütern der Daseinsvorsorge deutlich pessimistischer sehen wollen, als sie eigentlich ist. 

Die Implikation für das politische Handeln liegt demnach auf der Hand. Neben dem Erhalt und Stützen der Daseinsvorsorge ist es ebenso wichtig, konstruktiv zu kommunizieren, was bereits erreicht wurde und gut läuft, und zugleich aufzuzeigen, wie vorhabende Probleme lösungsorientiert adressiert werden können. 

Mehr zur Studie »Geographien der Unzufriedenheit – Daseinsvorsorge«