SPIEGEL/UoM – Wie Autoverkehr die Städte aufheizt

Ein Team der Universität Manchester hat jüngst eine Studie publiziert, die nachvollziehbar darlegt, wie die Abwärme von Autoverkehr die Städte aufheizt. 

Ein eigens entwickeltes Modul fütterten sie mit öffentlich zugänglichen Daten der Städte Manchester und Toulouse in Frankreich, darunter solche von den jeweiligen öffentlichen Verkehrsbetrieben, und gaben die Werte in das Community Earth System Model (CESM) – eines der am häufigsten verwendeten Klimamodelle.

Festzustellen war, dass die Abwärme des Kraftverkehrs messbare Temperaturanstiege in beiden Städten verursacht, und das auch in den Innenräumen der Stadtgebäude. Je dichter und höher die Bebauung, je schmaler die Straßenschluchten, je weniger durchlässig und je stärker versiegelt die Böden, je dichter der Verkehr, besonders in den Abendstunden – umso mehr Hitze bleibt in der Stadt gefangen. Das begünstigt vor allem während Hitzewellen eine im Gesamten steigende Temperatur, weil die Abkühlung in der Nacht geringer ausfällt. 

Zum Spiegel-Artikel »Abwärme von Autos heizt Städte spürbar auf«
Zur veröffentlichten Studie »Modeling Urban Traffic Heat Flux in the Community Earth System Model: Formulation and Validation for Two Test Sites«