CIMA – Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27

Die gute Nachricht: Die Bindung der Menschen an ihre Innenstädte wächst wieder. Zugleich wird deutlich, dass attraktive Zentren mehr leisten müssen als nur Versorgung und Einkauf.

Der Funktionswandel der Innenstädte setzt sich damit fort. Neben ihrer Funktion der Nahversorgung, welcher noch immer der zentrale Frequenzanker bleibt, steigen die Erwartungen an die Innenstadt als Raum und Ort für Aufenthalt, Begegnung und Wohnen. Das vor dem Hintergrund, dass die meisten der Befragten nicht mehr Online-Handel oder Erreichbarkeit als Hinderungsgrund angeben, sondern schlicht: Zeitmangel. Insofern müssen die Innenstädte einen Mehrwert bieten, der über reinen Konsum hinausgeht.

Die Aufenthaltsqualität selbst beginnt mit den Grundlagen: Sauberkeit, Sitzgelegenheiten, Grünanlagen und kurze Wege, nicht zu vergessen: gut zugängliche und gepflegte Toiletten. Hinzu kommt das Gefühl von Sicherheit: Gefragt nach wirksamen Maßnahmen nennen die Befragten Infrastruktur vor Ordnungspolitik – zuerst Licht, Sauberkeit und belebte Räume, nicht Verbote. Um auf das oben benannte Empfinden von Zeitmangel zurückzukommen: In den Innenstädten muss man bleiben wollen, weil sie als lebenswert empfunden werden. Und man muss auch bleiben können, weil sie entsprechende Angebote vorhalte.

Hierauf zählt auch der Befund der Fragen nach digitalen Lösungen. Sie sollen vorwiegend einen konkreten Nutzen im Alltag haben, ohne zusätzlichen größeren Aufwand zu produzieren. Genannt werden vor allem digitale Mängelmelder oder intelligente Beleuchtungssysteme. 

Die CIMA Beratung + Management GmbH untersucht zum dritten Mal seit 2022 die Wahrnehmung deutscher Innenstädte. Grundlage ist eine bundesweite, bevölkerungsrepräsentative Befragung.
Zur Themenseite und zum Download der Studie